Sonntag, 29. April 2018

Ich renn dann mal den Steig, woll?!


Also ... Es sind 25 Grad, die Sonne knallt auf das Tor vom Rennsteig und mir wird schon ganz schwummerig, wenn man bei diesen Wüstentemperaturen 20 km durch die Gegen latschen soll, muss, darf oder will. Aber ... ich habe noch bis morgenfrüh um 8 Uhr, denn dann geht es los nach einem herrlichen Frühstück.

Wenn ich mir das Wetter von morgen ansehe, dann kann sich das sogar sehen lassen. Immerhin sollen es bis 18 Grad werden, ein paar Wolken auftauchen und nur zur Mittagszeit ein wenig regnen. Regen ist gut ... dann muss ich nicht so viel Wasser für den Wasserkessel mitnehmen sondern direkt reinregnen lassen. Wird aber dann wohl nur ein kleiner Kaffee. Ich bin grade schon mal den ersten Kilometer gegangen, nur weil ich meine Schuhe an thüringischen Boden gewöhnen wollte ... und es geht morgen sofort ziemlich steil und hoch hinauf. Dazu kommen auf den 19 Kilometern bis Ascherbrück noch 15 Hügel, die es rauf und runter geht ... und dann kommt das Hubertushaus. Ach ... und hier am Rennsteig ist es ziemlich voll, allerdings mehr Radfahrer als Wanderer.

Und dann ist es ja Tradition, sich einen Stein aus der Werra ins Gepäck zu stecken und den bis an die Selbitz in Blankenstein zu tragen ... wo man ihn wieder im Wasser versenkt. Das da oben ist mein Stein. Ein wenig unförmig, ein wenig narbig ... wer mag da nur Vergleiche ziehen? 

Noch vor einem halben Jahr, als ich allen, die es nicht hören wollten erzählt habe, dass ich den Rennsteig wander, da habe ich selber nicht wirklich daran geglaubt, dass ich das durchziehen werde. Inzwischen sind es zu Hause immer mehr und mehr Kilometer gewesen, die ich fast täglich gelaufen bin und jetzt - trotz des guten Wetters - bin ich frohen Mutes, dass ich den Steig rennen werde ... so mich keine Wanderer von links oder nichtklingelnde Fahradfahrer von vorne über den Haufen laufen, rennen oder fahren werden.

Hier noch ein Kurzer Blick direkt am Tor zum Rennsteig auf die Werra. Idyllisch ... wenn man nicht nach rechts hin auf die riesige Autobahnbrücke starren müsste.





Montag, 2. April 2018

Die Tor-Tour


Es soll eine Tour werden, meine erste überhaupt und das in dem greisen Alter von immerhin 55 Jahren. Ob ich mir das richtig überlegt habe? Natürlich nicht! Kaum war der Entschluss gefasst, habe ich vorsichtshalber so vielen Menschen wie möglich davon erzählt, was ich vorhabe. Warum? Ganz einfach: Ich würde mich blamieren, wenn ich es nicht durchziehen würde! Ich komme also nicht mehr drum herum und ob es nun die Tour des Toren oder eine Tortur oder eine Tour zum Tor (sprich Blankenstein) wird, das wird sich im Mai zeigen.

Hier sind die Strecken der 10tägigen Wanderschaft:

30.04.2018 Eisenach-Hörschel nach Ascherbrück - 19 km (Hotel Hubertushaus)
01.05.2018 Ascherbrück bis zur Grenzwiese - 15 km (Hotel Kleiner Inselsberg)
02.05.2018 Grenzwiese bis zur Neuen Ausspanne - 14 km (Hotel Thüringer Hof, Floh-Seligenthal)
03.05.2018 Neue Ausspanne bis zum Rondell - 16 km (Hotel Thüringenschanze)
04.05.2018 Rondell zum Bahnhof Rennsteig - 15 km (Waldhotel Rennsteighöhe)
05.05.2018 Bahnhof Rennsteig nach Masserberg - 20 km (Haus Oberland)
06.05.2018 Masserberg nach Neuhaus am Rennweg - 19 km (Hotel Herrnberger Hof)
07.05.2018 Neuhaus am Rennweg zur Schildwiese - 15 km (Pension Söllner, Kleinetettau)
08.05.2018 Schildwiese nach Grumbach - 20 km (Hotel Schloss Issigau)
09.05.2018 Grumbach nach Blankenstein - 16 km (Hotel Schloss Issigau)

Seit dem 31.03.2018 befinde ich mich im Kampfmodus: Die erste Woche sind 10.000 Schritte geplant, in der 2. Woche 15.000 Schritte und in den letzten beiden Wochen vor dem Rennsteig sagenhafte 20.000 Schritte. Nicht etwa wöchentlich ... sondern täglich!

Entsprechend sieht das zur Zeit so aus:

31.03.2018 14.431 Schritte und 11,68 km
01.04.2018 10.615 Schritte und 8,59 km

Da ich diese Strecken rund um Rietberg gehe, sind keine Höhenmeter dabei und ich komme auf etwa 5 - 6 km pro Stunde. Das wird am Rennsteig natürlich nicht zu halten sein, weil zum Beispiel alleine die erste Strecke von Hörschel nach Ascherbrück 794 Höhenmeter aufweist. Steigeisen und Sauerstoffflaschen sind schon eingepackt!